Hörfunkprogrammanalyse
Programmanalyse privater saarländischer Hörfunkprogramme
Die Studie der privaten, über UKW empfangbaren und im Saarland zugelassenen Radioprogrammen umfasst die Analyse der journalistischen Aufbereitung, musikalischen Ausrichtung und Vielfalt sowie Positionierung auf dem Hörfunkmarkt.
Dabei erfolgt auch ein externer Abgleich mit der regionalen Tageszeitung Saarbrücker Zeitung, die sowohl in der überregionalen als auch in den sieben Regionalausgaben vorliegt. Programme, die ausschließlich als Webradio oder vorwiegend über den Radiostandard DAB+ verbreitet werden, wurden in die Analyse nicht einbezogen.
Erhoben werden die Daten mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse – dabei wird im ersten Schritt die grundlegende Programmstruktur der Sender untersucht, in einem zweiten Schritt erfolgt ein umfassender Blick auf die musikalische und inhaltliche Ausrichtung der Sender. Damit ist zum einen die Einordnung innerhalb des Medienangebots im Saarland, zum anderen aber auch ein Vergleich zu den bisherigen Programmanalysen möglich.
Kernergebnisse der Hörfunkprogrammanalyse
- Der Hörfunk hat seine Stärken in der Aktualität und der Regionalität der Inhalte.
- Radio ist ein Medium mit hoher Identifikation zu Region und Menschen.
- Der Wortanteil der Sender beträgt ohne Werbung durchschnittlich circa 13 Prozent.
- Innerhalb der Nachrichtenbeiträge dominieren über alle Sender hinweg Hard News (politische und wirtschaftliche Themen) mit einem Anteil von 47 Prozent.
- Nachrichtensendungen sind im Durchschnitt zu knapp 63 Prozent hoch- oder tagesaktuell.
- Die Sender berichten zu 40 Prozent über das Saarland, zu 3 Prozent über die Saar-Lor-Lux-Region, zu 28 Prozent über andere Regionen in Deutschland und zu 15 Prozent über das Ausland.
- Im intermedialen Vergleich mit der Saarbrücker Zeitung zeigt sich, dass der Hörfunk deutlich stärker über hochaktuelle (24 zu 13 %) und tagesaktuelle (25 zu 19 %) Themen berichtet und flexibler auf unvorhergesehene Ereignisse eingehen kann.
und Medienforschung